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CA PUBLIC! Lecture by Clemens Bellut

Der Genius und sein Locus

CA PUBLIC!
Lecture by Clemens Bellut
Thursday, 26 March, 18 – 19.30h. Lecture in German
Erfrischungsraum, Rössligasse 12, Lucerne

»Der “genius“ und sein “locus“ oder: wo trifft man “die Inspiration“ an, wenn sie kein Zuhause hat«
Dass eine künstlerische, geistige oder wissenschaftliche Bemühung an einen Ort gebunden sei, an den Ort ihrer Hervorbringungen, dass sie nicht schadlos und jedenfalls nicht »einfach so« umzutopfen und zu verpflanzen sei, das war in vielen Zeiten, bevor man von »digitalen Netzen«, von »virtuellen Welten« und von »Mobilität« gesprochen hat, eine höchst präsente Vorstellung. »Genius loci«: sowohl eine Metapher für nicht weiter begründungsbedürftige Kontextualisierungen als auch eine mehr oder weniger wörtlich gemeinte Spiritualisierung in Bezug auf etwas wie »geistige Verwurzelung«. Das lässt sich gut an dem Spiel mit Gegenbegriffen ablesen: »Ortlosigkeit«, »Nicht-Orte«, Utopie – und »virtuelle Welten«.
Was heißt das für die Art des Denkens, Sprechens und Gestaltens, wenn die Frage nach gründenden Ort gegenstandslos oder höchstens noch metaphorisch oder anachronistisch wird? Vielleicht wird dabei wie im epochalen Experiment gezeigt, wie gegenstandslos die Rede vom »genius loci« eigentlich ist – weil wir immer noch auf gleiche Weise denken, sprechen und gestalten wie unsere Altvorderen … oder es wird vielleicht umgekehrt deutlich, daß es genau aus diesem Grund ein erheblich anderes Denken, Sprechen und Gestalten wird.


Clemens Bellut

956 in Erkelenz, im westlichen Rheinland geboren – Studium der Philosophie und Philologie. 1989 – 1993 Berater beim Vorstandsvorsitzenden der Frankfurter Flughafen-Gesellschaft. Bis 2006 Lehrer der deutschen Sprache für Einwanderer und Flüchtlinge in Frankfurt am Main. 2006 bis 2012 mit Ruedi Baur und Stefanie-Vera Kockot Leiter des Instituts für Designforschung, »Design2context«, an der Zürcher Kunsthochschule ZHdK. Seit 2012 in Heidelberg; 2013 Gründung des philosophischen Buchladens »artes liberales«; 2014 Gründung der gemeinnützigen GmbH »artes liberales – universitas« in Heidelberg; seither Direktor dieses philoInstituts für philosophische Studien und Forschungen.

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